Die Mieten innerhalb von Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland Nordrhein-Westfalen entwickeln sich immer weiter auseinander.
Trennen die einzelnen Regionen geografisch nur wenige Kilometer, sind es beim Mietniveau oft Welten.

Wo man sich im exklusiven Düsseldorf an der teuren Rheinschiene bei einer Miete von 6 Euro pro Quadratmetern über ein Schnäppchen freut, ist man in Gelsenkirchen – dem Schlußlicht im ohnehin recht günstigen Ruhrgebiet – schon im Luxussegment angelangt.

Besonders preiswert lebt es sich im Pott in ländlichen Gegenden und strukturschwächeren Städten, wo ein Überangebot an Wohnungen zu durchschnittlichen Mietpreisen zwischen 4 und 5 €/qm führt.
Es gibt aber – gerade in Ballungsgebieten, wo der Strukturwandel schon am stärksten gegriffen hat – auch teurere Revier-Pflaster wie das traditionelle Zentrum der Region Essen mit 6,00 €/qm oder Spitzenreiter Mülheim, wo man im Schnitt 6,80 Euro für den Quadratmeter aufbringen muss.

Natürlich ist auch in den Großstädten des Ruhrgebiets der Stadtteilfaktor von entscheidender Bedeutung, wobei die teuersten Mieten meist in den südlichen Quartieren zu finden sind.
So liegen die Mieten in den Dortmunder Stadtteilen Syburg und Sommerberg bei bis zu 7,80 €/qm, wohingegen man im nördlichen Scharnhorst oder Grevel lediglich 4,30 Euro zahlt.
In Essen lebt man für 7,80 €/qm gerne in Werden oder Bredeney in der Nähe des Baldeneysees, deutlich günstiger (circa 5 €/qm) wird es weiter im Osten in Horst oder Kray.

Wer im Duisburger Süden im Stadtteil Rahm seine Zelte aufschlägt, bezahlt die räumliche Nähe zum teuren Düsseldorf mit 6,40 €/qm.
Nur unwesentlich günstiger sind die Mieten in Mitte, während man im nördlichen Marxloh auf eine große Auswahl an Wohnungen für nur 4,20 €/qm trifft. Mit 5 €/qm ist man in Bochum-Kruppwerke und Hordel dabei, residiert man dagegen im grünen Stiepel – nahe der Ruhr und selbstverständlich im Süden – kostet das im Schnitt 7,70 €/qm.

Wer im Ruhrgebiet idyllisch im Grünen und dennoch günstig wohnen möchte, dem sei der Gelsenkirchener Stadtteil Reeser Mark, der an den gleichnamigen Wald grenzt, ans Herz gelegt.
Hier hat man für nur 4 €/qm ein Naherholungsgebiet vor der Haustür.

Einen guten Überblick über die Mietpreise in Nordrhein-Westfalen liefert der jährliche Preisspiegel des Immobilienverbands (IVD) West.
›› www.ivd-west.net