Die 200 000 Neubürger, die sich jedes Jahr für das Ruhrgebiet als neue Heimat entscheiden, haben es verhältnismäßig leicht, eine schöne und gleichzeitig bezahlbare Wohnung zu finden.

Denn während in Nordrhein-Westfalen vor allem die Rheinschiene mit Düsseldorf, Köln und Bonn sowie den Universitätsstädten Münster und Aachen teure und steigende Mieten verzeichnet, muss man nur ein paar Kilometer weiter im Ruhrpott weit weniger tief in die Tasche greifen.

Aber auch hier gibt es natürlich regionale Unterschiede.
Während ländliche Gebiete und strukturschwache Städte mit Einwohnerverlusten und dem daraus resultierenden Leerstand zu kämpfen haben, sind Ballungsräume wie Essen, Dortmund und Duisburg weiterhin gefragt und in den beliebten Lagen steigen hier sogar die Mietpreise.
Spitzenreiter im Ruhrgebiet ist übrigens das wirtschaftsstarke Mülheim mit einer durchschnittlichen Nettokaltmiete von 6,80 Euro pro Quadratmeter.

Um die ideale Bleibe zu finden, nimmt man sich am besten eine zeitlich befristete Wohnung über eine Mitwohnzentrale und sucht dann in Ruhe weiter.
Oder man bezieht in einem sogenannten Appartement-Hotel kurzfristig ein eigenes, technisch voll ausgestattetes, kleines Reich mit Küchen­ecke, Internetanschluss und separatem Arbeitsbereich.

Von hier aus hat man dann verschiedene Möglichkeiten, auf Wohnungssuche zu gehen: Tageszeitungen, Agenturen, Makler und Internetportale vermitteln zwischen Mietern und Vermietern.

Man kann sich aber auch direkt an einen Vermieter oder eine Hausverwaltung wenden.
Oder man wird selbst Eigentümer, indem man einer Wohnungs­bauge­nossenschaft beitritt. Mitglieder einer Genossenschaft haben ein Wohnrecht auf Lebenszeit.