Von unscheinbaren Siedlungen zum bedeutendsten Industriegebiet und schließlich zu einer Stätte der (Industrie-)Kultur voller Lebensqualität – die Metropole Ruhr ist in der Tat vom Wandel geprägt.
Da ist es für die „Ruhris“ fast schon ein Frage der Ehre, sich nicht mit dem Erreichten zufrieden zu geben, sondern den Pott als modernen und attraktiven Lebensraum weiterzuentwickeln.

Gerade in den großen Städten der Region – aber längst nicht nur dort – treibt das urbane Leben interessante Blüten.
Vorzeigeobjekt der Stadterneuerung im Ruhrgebiet ist der Duisburger Innenhafen.

Die einst unansehnliche, 89 Hektar große Industriebrache ist heute eine gelungene Mischung aus moderner Architektur und Industriekultur und beherbergt mit Büro- und Wohnimmobilien, besucherstarken Museen, Gastronomie und Freizeitmöglichkeiten die ganze Palette urbanen Lebens – und das lockt natürlich auch Besucher von außerhalb an.
Der Erfolg dieses neuen Stadtquartiers gab den Anstoß zu vielen vergleichbaren Entwicklungen im Ruhrgebiet.

Nur wenige Kilometer von der Dortmunder Innenstadt entfernt, im Stadtteil Hörde, entsteht zum Beispiel auf dem ehemaligen Hochofen- und Stahlwerksgelände Phoe­nix einer der größten Innovationsstandorte Deutschlands.
Auf einer Fläche von 300 Fußballfeldern wächst ein Standort für Mikro- und Nanotechnologie, Software-Schmieden, Wohnen und Freizeit im Grünen mit einem neu angelegten Stausee und dem Phoenix Park.
Noch größere Dimensionen (230 Hektar) hat der Krupp-Gürtel im Zentrum des Ruhrgebiets in Essen zwischen Altendorf und Innenstadt.

Auf dem Gelände der ehemaligen Kruppschen Gussstahlwerke erhebt sich seit 2010 das ThyssenKrupp Quartier mit seinem markanten Headquarter – ein Gebäude-Ensemble aus Glas und Stahl rund um eine rechteckige Wasserfläche. Westlich davon sorgt der Krupp-Park für gutes Stadtklima und der Berthold-Beitz-Boulevard für eine optimale Erschließung.
Zudem entstehen im neuen Stadtquartier unter anderem attraktive Wohnräume.

Ein urbaner Raum der besonders kreativen Art entwickelt sich gerade in Bochum, wo das Viktoria Quartier zwischen Schauspielhaus, dem Szeneviertel Bermudadreieck und der Marienkirche durch die Umfunktionierung letzterer zur Veranstaltungslocation und vor allem durch den Neubau der Symphonie musikalische Impulse erhält.
Wo man also hinblickt, Veränderung liegt im Ruhrgebiet in der Luft und der Wandel ist und bleibt eine Konstante dieser vielseitigen Region.