An dieser Stelle ist es angebracht mit einigen althergebrachten Ruhrpott-Klischees aufzuräumen.
Dreckige Luft, schwarzgraue Dunstglocken über den Städten, braun-gelbliche Gewässer und Kraterlandschaften, die dem Mond zur Ehre gereichen würden, gehören längst der Vergangenheit an.
Das Revier präsentiert sich heute als grüne Lunge Nordrhein-Westfalens, etwa zwei Drittel des Gebiets sind von Wäldern, Wiesen und Feldern bedeckt.

Weitläufige Waldgebiete wie etwa die Haard oder die Elfringhauser Schweiz bieten kilometerlange Rad- und Wanderwege, dazu kommen rund 4 200 Parks und Gartenanlagen.
Darüber hi­naus werden 40 Prozent der Fläche von Gewässern eingenommen, zahlreiche Badeseen sowie die sechs Ruhrstauseen wie der Kem­nader See bei Witten oder der Baldeneysee in Essen sind beliebte Naherholungsziele.

Langzeitprojekte wie der Emscher Landschaftspark haben im Herzen des Ruhrgebiets von Duisburg im Westen bis Kamen im Osten zahlreiche neue Grünanlagen, Erholungsflächen und Orte zur aktiven Freizeitgestaltung geschaffen. Industriebrachen wurden renaturiert und zu Erlebnisorten umgestaltet.

So warten die zahlreichen begrünten Halden neben atemberaubenden Panoramen auch mit teils spektakulären Kunstwerken auf.
Zahlreiche Tier- und Freizeitparks sind beliebte Ausflugsziele für Familien, einige davon weit über die Grenzen des Ruhrgebiets hinaus bekannt, wie der Dortmunder Zoo oder der Movie Park Germany in Bottrop.

Und dass Geschichte im Ruhrgebiet nicht bloß Bergbau und Industriedenkmäler bedeutet, beweisen die unzähligen, teils noch sehr gut erhaltenen Burgen, Schlösser und Klöster, die zu besichtigen sind.
Und wer gar Lichtjahre in die Vergangenheit schauen will, ist in einer der Sternwarten und Planetarien wie dem Zeiss Planetarium in Bochum bestens aufgehoben, wo die Strahlen längst erloschener Sterne die Besucher in ihren Bann ziehen.