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New in Germany - aktueller Immobilienmarkt
gobal_umzug_zimmer_orange_15200Home Sweet Home - Wohnsituation in Deutschland 2011
Der Immobilienmarkt boomt und Investoren weltweit sehen hohes Potential in Deutschland. Doch der Mieter muss bundesweit immer tiefer ins Portemonnaie greifen. Auch die Kaufpreise steigen und vor allem urbane Toplagen, aber auch ehemals eher unattraktive Viertel wie Berlins Kreuzberg oder Hamburgs Sankt Georg erfahren einen Hype. In Hamburg kostet eine Eigentumswohnung beispielsweise ein Fünftel mehr als noch vor drei Jahren.

Und auch in München sind professionelle Investoren der Meinung, dass ein Wohnungskauf in bestimmten Stadtteilen aufgrund der grenzenlos steigenden Preise nicht mehr rentabel ist. Laut Frühjahrsmarktbericht des IVD (Immobilienverband Deutschland) vom 27. Juni 2011 haben die Mietpreise in München bereits historische Höchstwerte erreicht. Anstatt Miethäuser für Anwohner entsteht immer mehr Gewerbefläche wie zum Beispiel Appartement-Hotels, in denen die Miete für ein Zimmer am Viktualienmarkt satte 450 Euro pro Tag beträgt. Der Bezirksausschuss hat zwar den Antrag gestellt, dass Eigentümer, die Wohnraum in Gewerbe umwandeln, künftig im gleichen Stadtviertel Ersatzwohnraum schaffen müssen. Ob und wann dem Antrag Gehör geschenkt wird, ist jedoch ungewiss.

Sogar im "Mieterparadies" Berlin Mitte sind die Mieten seit 2001 um 22% gestiegen und in der Gegend um den Potsdamer Platz kostet der Quadratmeter heute doppelt so viel wie vor drei Jahren. Die Horrorpreise setzen einen Verdrängungsprozess in Gang und beeinflussen so auch die unteren Segmente des Immobilienmarktes. Während man vor nicht allzu langer Zeit in Berlin Kreuzberg pro Quadratmeter noch 2 000 Euro gezahlt hat, darf man nun schon 3 500 Euro berappen und ein Ende des Anstiegs ist bislang nicht in Sicht. Das hat eine Verschiebung Richtung Süden zur Folge. Immer mehr Menschen ziehen etwa ins nördliche Neukölln und so ändert sich die Infrastruktur der Stadt rapide.

Die hohe Nachfrage ist zum einen in der Inflationspanik und dem daraus folgenden Bedürfnis nach sicheren Sachwerten, die die Investoren anspornen, begründet. Zum anderen motiviert der deutschlandweite konjunkturelle Aufschwung zu höheren Ausgaben, vor allem da der Bauzins niedrig ist. Ein weiterer Grund liegt in der Wohnungsknappheit der Metropolen. Hamburg bräuchte beispielsweise etwa 6 600 neue Wohnungen pro Jahr, was der doppelten Menge der derzeitigen Bauvorhaben entspricht.    

Die Kaufpreise steigen stärker als die Mieten, so dass für Kapitalanleger momentan wenig Profit in Aussicht steht. Im Düsseldorfer Nobelviertel Oberkassel kosten Neubauten im Jahresschnitt 12% mehr, während die Mieten vergleichsweise niedrig sind. Grund für das Hinterherhinken der Mieten gegenüber den Preisen ist das strenge deutsche Mietrecht, das allzu rasanten Mieterhöhungen Einhalt gebietet. Wohnungen als Kapitalanlagen lohnen sich also kaum noch. In Gegenden, in denen die Preise stark angestiegen sind wird der Boom voraussichtlich abflauen. Um ihr Vermögen fürchten müssen Käufer jedoch nicht, da die Nachfrage zu groß ist.     


Interessante Links zum Thema

Immoblien-Kompass der Zeitschrift Capital: http://karte.immobilien-kompass.de/immobilien-kompass/jsp/do?page=home

Interaktive Deutschlandkarte des Online Magazins Stern, Mietspiegel 2011 Deutschland, Durchschnittlicher Mietpreis pro Quadratmeter: http://www.stern.de/politik/deutschland/mietspiegel-2011-so-viel-miete-zahlen-die-deutschen-1687956.html


 
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