| Charlotte Knobloch neue Präsidentin des Zentralrats der Juden |
Der Zentralrat der Juden hat die gebürtige Münchnerin Charlotte Knobloch zur Nachfolgerin des Ende April verstorbenen Paul Spiegel gewählt. Damit steht zum ersten Mal eine Frau an der Spitze der politischen Vertretung der jüdischen Gemeinden Deutschlands. Die 73-jährige Charlotte Knobloch war bislang Vizepräsidentin des Gremiums. Der Frankfurter Dieter Graumann wurde zum neuen Vizepräsidenten gewählt, Vizepräsident Salomon Korn, ebenfalls aus Frankfurt, in seinem Amt bestätigt.Charlotte Knobloch ist bereits seit vielen Jahren Leiterin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Der Münchner Oberbürgermeister, Christian Ude sagt zu ihrer Wahl zur Zentralratsvorsitzenden, "Die Wahl der Münchner Ehrenbürgerin Charlotte Knobloch zur obersten Repräsentantin des Judentums in Deutschland ist eine außerordentliche Freude für die Stadt, den Stadtrat und mich persönlich. Das neue Jüdische Zentrum am Jakobsplatz, das die größte jüdische Einrichtung Deutschlands sein wird, ist und bleibt mit dem Einsatz von Charlotte Knobloch verbunden, die Einweihung der Synagoge am 9. November 2006 wird die Krönung ihres Lebenswerkes für ihre Heimatstadt sein." |